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„Hilfe! Mein Kunde / Chef möchte, dass ich eine 100-seitige Power Point Präsentation in einen e-Learning Kurs verwandle!“

Kommt dir das bekannt vor?

 

Einerseits möchtest du einen effektiven und kurzweiligen e-Learning Kurs erstellen, den die Lerner gerne belegen. Andererseits weißt du nicht, wo du die ganzen Inhalte unterbringen sollst.

Eine der größten Herausforderungen beim Erstellen eines e-Learning Kurses besteht darin, genau die richtige Menge an Inhalten bereitzustellen – so viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Was du auf keinen Fall willst, ist dass dein Kurs in eine Folien-Schlacht endet, die die Lerner von Vornherein abschreckt.

Daher werde ich in diesem Betrag 5 Strategien vorstellen, die dir dabei helfen, überflüssige Inhalte auszusortieren und deinen Kurs simpel und übersichtlich zu gestalten.

 

 

1. Was ist das Ziel?

Zuerst solltest du dir darüber klar werden, was eigentlich das Ziel deines Kurses ist. Wozu soll der Lerner in der Lage sein, nachdem er den Kurs abgeschlossen hat? Typischerweise sollen die Lerner nach Abschluss eines Kurses eine bestimmte Aufgabe bewältigen können oder bestimmte Probleme lösen können.

Wenn es in deinem Kurs nur darum geht, Informationen zu teilen, wird es etwas schwieriger.

In diesen Fällen solltest du dich fragen, wie oder wofür der Lerner die Informationen nach Beenden des Kurses nutzen kann

Nachdem du die Ziele deines Kurses definiert hast, nimm dir deine Materialien vor und stell dir beim Durcharbeiten die Frage: Welche dieser Lerninhalte helfen dem Lerner dabei, die definierten Lernziele zu erreichen?

Diese Strategie hilft dir dabei, dich auf diejenigen Ihate zu konzentrieren, die der Lerner wirklich wissen muss, um das Ziel des Kurses zu erreichen. Gleichzeitig wird dir auch klar, welche Inhalte unwichtig und somit überflüssig sind.

Wenn du dich nicht komplett von den „unwichtigen“, aber „schön zu wissen“ Inhalten trennen möchtest, bleibt dir immer noch die Möglichkeit, diese Inhalte als optionale Ressourcen für diejenigen Lerner, die detaillierte Informationen über das Thema wünschen,  bereitzustellen.

2. Eine Kernaussage pro Folie

Due zweite Strategie, die dafür sorgt, dass dein Kurs übersichtlich und kurzweilig bleibt, besteht darin, die kognitive Belastung des Lerners zu verringern, indem du dich immer nur eine Kernaussage pro Folie behandelst. Überlege dir bei jeder Folie, welche zentrale Aussage diese Folie rüberbringen soll (meist enthält der Titel der Folie die zentrale Aussage) und nutze nur Texte, Bilder oder Interaktionen, die diese Kernaussage untermauern.

3. Strukturiere deine Texte

Sorge dafür, dass du deine Texte strukturierst – vor allem wenn es sich um längere Texte handelt. So verbesserst du die Lesbarkeit und Verständlichkeit deines Textes.

Hier können wir uns ein Beispiel an Zeitungen und Magazinen nehmen. Diese strukturieren ihre Artikel, indem Sie Überschriften, Zwischenüberschriften und Absätze verwenden. Du kannst auch Info-Boxen verwenden, um bestimmte Aussagen hervorzuheben.

 

4. Ersetze Texte durch Bilder

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – das gilt auch für e-Learning. Wann immer möglich, versuche ein Bild oder eine Infografik anstelle von reinem Text zu verwenden. Aber denke daran: nutze nict einfach nur ein Bild aus dekorativen Zwecken. Frage dich jedesmal: Hilft dieses Bild dem Lerner dabei, das Ziel des Kurses / der Lektion zu erreichen?

 

5. Ersetze Zahlen durch Diagramme

Auch hier gilt wieder: Lernern fällt es leichter Zahlen und Daten zu verstehen, wenn diese visualisiert werden. Mache es dir daher zur Gewohnheit, Daten und Zahlen mit Hilfe von Diagrammen darzustellen. A

Fazit

Wenn du willst, dass dein Kurs effektiv ist, sorge dafür, dass er überschaubar und kurzweilig ist. Einer der wichtigsten Schritte dabei, ist herauszufeinden, welche Inhalte der Lerner wirklich braucht, um ein Lernziel zu erreichen und welche Inhalte nur „gut zu wissen“ sind.